ALTBAU-CHARME MIT NEUEM KLIMAKOMFORT

Historische Gebäude im Sinne des Denkmalschutzes zu modernisieren stellt häufig eine Herausforderung dar. Wie es gelingen kann, den Charme eines Hauses aus den 1910er-Jahren unter Verwendung moderner Technik zu bewahren, zeigt die Sanierung eines Lübecker Altstadthauses.

Hansestadt, Weltkulturerbe und Tor zur Ostsee: In Lübeck wirkt die Vergangenheit bis in die Gegenwart und schafft eine Atmosphäre von Weltoffenheit und Wertbeständigkeit. Dies ist vor allem in der Altstadt mit ihren rund 1.800 denkmalgeschützten Gebäuden eindrucksvoll erfahrbar. In der Tradition von handwerklich solidem Schaffen und der Offenheit für Neues steht folgerichtig auch die Kernsanierung eines Dreifamilienhauses aus den 1910er-Jahren in der Lübecker Altstadt. Durch die Denkmalschutzvorgaben war kreatives Vorgehen gefragt, denn weder an der für die Hansestadt typischen Backsteinfassade noch im Inneren waren Eingriffe möglich, die das Erscheinungsbild verändert hätten. Alle Maßnahmen wie Fassadendämmung, energetische Heizungssanierung, Erneuerung der Elektrik und der Einbau neuer Fenster wurden deshalb in enger Abstimmung mit den Behörden durchgeführt.

Eine besondere Herausforderung stellte der Sonnenschutz dar. Alle rückseitigen Fenster sind nach Süden ausgerichtet: Schutz vor Überhitzung war daher notwendig. Da die Auflagen jedoch keine außenliegenden Verschattungen zuließen und bauliche Beschränkungen wie niedrige Raumhöhen und tiefe Fensterlaibungen auch keine anderen mechanischen Lösungen erlaubten, entschied sich der Hausbesitzer für den Einbau von Isolette-Fenstern. Die mit Jalousien im Scheibenzwischenraum ausgestatteten Gläser bieten Sonnenschutz, Blendschutz und Tageslichtlenkung in einem Glas. Durch den Aufbau als Zweifach-Wärmedämmverglasung verbesserte sich der Ug-Wert der Fenster von 3,0 auf 1,1 W/m2K. Die Lamellen in den Scheibenzwischenräumen lassen sich bequem per Funk bedienen. Der Bauherr wählte diese Lösung, weil für das System keine neuen Leitungen verlegt werden durften. Die Fenster können sowohl mit Funksender und Empfänger als auch mittels Taster direkt am Fenster angesteuert werden. Die Funkempfänger sitzen jeweils in den Unterputzdosen, direkt hinter dem Taster. Das System läuft im Niedervoltbereich mit 24 V Gleichstrom und hat dadurch einen geringen Stromverbrauch. Die Fernbedienungen funktionieren etagenweise und können je nach Nutzerverhalten mit bis zu 99 anzusteuernden Schaltgruppen belegt werden. So lassen sich unterschiedliche Schaltbefehle einrichten, mit dem die Behänge je nach Wahl beispielsweise separat oder gemeinsam, vollständig oder nur teilweise hoch und runter gefahren werden können. Die Isolette-Einheiten fertigte der CLIMAplusSECURIT-Partner Hoog & Sohn aus Reinfeld.

Dank der Isolette-Fenster war es möglich, das denkmalgeschützte Wohnhaus dem Stand der Technik entsprechend energieeffizient zu modernisieren und zugleich zusätzlichen Wohnkomfort auf hohem ästhetischem Niveau zu schaffen.

 

Bild: © Hoog & Sohn

  

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