EINE GRÖßE AM MARKT

2018 feiert Glas Herzog sein 70-jähriges Bestehen. Der Betrieb wird von der zweiten und dritten Generation gemeinsam erfolgreich geführt. Der Glashersteller aus Waghäusel zeigt, wie sich ein Mittelständler heute im umkämpften Glasmarkt behauptet.

Tradition und Innovation, ein Gespür für Marktentwicklungen und gute interne Zusammenarbeit: Das sind die Erfolgsfaktoren der Glas Herzog GmbH, die dieses Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert. Das 1948 als Glasschleiferei gegründete Unternehmen ist heute als Hersteller von Isolier- und Multifunktionsverglasungen fest im Markt verankert. Der Betrieb wird von der zweiten und dritten Generation gemeinsam geführt und ist technisch auf der Höhe der Zeit: So investierte das Unternehmen schon früh in die Automatisierung in der Produktion. Heute gehen täglich mehr als 1.000 Isoliergläser durch die vollautomatische Fertigung. Viel Wert legt Glas Herzog zudem auf besonderen Service und Zuverlässigkeit sowohl in der Fertigung und Produktion als auch im Verkauf. Eine Strategie, die angesichts der harten Preiskämpfe in der Branche notwendig ist, aber auch dem Selbstverständnis des Unternehmens entspricht, denn „über den Preis gewinnt man Kunden – aber man kann Kunden damit nicht halten“, so Senior-Geschäftsführer Andreas Herzog. Ein Schwerpunkt der Produktion sind Isoliergläser für Haustüren in verschiedenen Aufbauten bis hin zu Vierfach-Isoliergläsern und vielfältigen, auch individuellen Designs. Angespornt von hohen Anforderungen der Türenindustrie haben Seniorchef Andreas Herzog und die Söhne Andreas und Thomas mit ihrem Know-how über die Jahre ein System zur Qualitätssicherung aufgebaut, von dem alle Bereiche des Unternehmens profitieren. Ein entscheidender Schritt für den Erfolg des Unternehmens war die Installation eines vollautomatischen Sortiersystems für Floatgläser. Diese können nun direkt vom Zuschnitt – und nach Auftrags-Reihenfolge sortiert – in die Isolierglaslinie eingespeist werden. Eine Idee von Andreas Herzog sen., die auch von anderen Betrieben übernommen wurde. Zuletzt ging im August 2017 eine neue VSG-Schneideanlage in Betrieb, eine noch schnellere und präzisere Bearbeitung ist möglich. „Wir sind auf dem neuesten Stand der Maschinentechnik“, sagt Andreas Herzog jun. nicht ohne Stolz: „Alles was geht, wird im Betrieb mittlerweile automatisch gemacht.“

Gute Verbindungen
Seit über dreißig Jahren ist Glas Herzog Mitglied der CLIMAplusSECURIT-Partner und eines der ältesten Mitglieder. Der Betrieb kann als Lizenznehmer auf die Konzernressourcen zugreifen und profitiert vom Leistungsangebot und Expertenwissen. „Der direkte Draht zum Hersteller ist ein klarer Pluspunkt in der Kundenberatung und bei der Akquise“, so Andreas Herzog junior. So erhielt Glas Herzog den Zuschlag für ein Pionier-Projekt in München: Eine Reihenhaussiedlung im Passivhausstandard. Dort wird das neue Komfort-Wärmeschutzglas ECLAZ von Saint-Gobain erstmals im großen Stil eingesetzt. „Eine spannende Aufgabe“, sagt Thomas Herzog. „So etwas macht man nicht jeden Tag“, sind sich die Geschäftsführer Herzog einig. Das Wort Familienunternehmen wird bei den Herzogs täglich mit Leben gefüllt. Die zwei aktiven Generationen ziehen an einem Strang, wenn es um die Belange des Betriebs geht – für die Unternehmensnachfolge ein zentraler Punkt. “Ich habe die beiden noch nie in die Firma gedrängt und sie an der langen Leine laufen lassen“, verrät Senior Herzog sein Rezept. Beide Söhne kehrten nach ihren Ausbildungen in den Familienbetrieb zurück. „Ich schätze hier die Vielseitigkeit und tägliche Herausforderung“, beschreibt Andreas Herzog seinen Antrieb und sein Bruder Thomas pflichtet bei: “Es macht Spaß, hier zu arbeiten. Irgendwie hat man das im Blut!“

 

Bild: © Glas Herzog / CLIMAplusSECURIT-Partner

  

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