GUTE INDUSTRIEARCHITEKTUR – MADE IN GERMANY

Ein klares und ruhiges Erscheinungsbild und ein hoher Tageslichteintrag machen die Fassade der neuen Verpackungshalle von Uhlmann aus. Nicht auf den ersten Blick zu erkennen – es handelt sich dabei um eine Ganzglasfassade.

Seit der Firmengründung im Jahre 1948 produziert Uhlmann in Laupheim Systeme für das Verpacken von Pharmazeutika in Blister, Flaschen und Kartons. Das Unternehmen operiert mit fünfzehn Vertriebs- und Servicestandorten und über vierzig Vertretungen weltweit. Doch mit der Firmenzentrale blieb es stets seiner schwäbischen Heimat treu. Als es aufgrund des starken Wachstums der Firma notwendig wurde, die räumlichen Kapazitäten zu vergrößern, entschied sich der weltweit führende Systemanbieter für pharmazeutische Verpackungssysteme für eine Erweiterung am Firmenstandort in Laupheim. Das neue Gebäude setzt hohe Maßstäbe an die Industriearchitektur. Und dank der farbneutralen Sonnenschutzverglasung von Saint-Gobain Glass ist für eine angenehme Arbeitsatmosphäre und einen hohen Tageslichtanteil im Innenraum gesorgt – ohne dass zusätzliche Rollläden oder Jalousien notwendig sind.

Aus dem für den Erweiterungsbau durchgeführten Architekturwettbewerb gingen die Berliner Architekten Barkow Leibinger als Sieger hervor. Ihr Vorschlag, die räumliche Kapazität zu erweitern und die organisatorischen Abläufe durch veränderte Raumanordnungen zu optimieren, überzeugte den Bauherren. Das 135 Meter lange und 52 Meter breite Flachdachgebäude, die neue Halle B für Montage und Logistik, ist zentraler Teil der neuen Struktur, mit der Uhlmann Kundenanforderungen noch schneller, flexibler und effizienter gerecht werden kann. Dabei entstanden ein neuer Wareneingang, Lager und eine zweigeschossige Montagehalle für Vormontage und Montage auf rund 10.700 Quadratmetern. Die Nähe dieser Bereiche zueinander schafft kürzere Wege und verbessert die organisatorischen Abläufe. Eine unkomplizierte, direkte Zusammenarbeit unter den verschiedenen Bereichen ist garantiert. Attraktive Orte für Pausen oder informelles Arbeiten im Grünen finden sich unter anderem auf der üppig bepflanzten Dachfläche.

Gerade bei der hochkomplexen Entwicklung und Herstellung von Verpackungssystemen für die Pharmaindustrie ist ein reibungsloser, klarer Produktionsablauf von großer Wichtigkeit. Die Architekten Barkow Leibinger organisierten die Produktionsbereiche darum deutlich effizienter und schufen Arbeitsplätze mit hohem Nutzerkomfort. Bemerkenswert ist der für ein gewerbliches Gebäude hohe architektonische Anspruch, der unter anderem bei den Dachgärten oder der Fassadengestaltung sichtbar wird.

Für die Verglasung kamen fast 500 Quadratmeter des Sonnenschutzglases SGG COOL-LITE SKN 165 II von Saint-Gobain Glass zum Einsatz. Dieses reduziert unerwünschte Wärmeeinträge, ist dabei jedoch farbneutral, gewährt ausreichend Tageslicht an den Arbeitsplätzen und ermöglicht eine freie Aussicht, da zusätzlicher Sonnenschutz durch Jalousien oder Rollläden überflüssig ist. Das verwendete, vorspannbare Sonnenschutzglas – das im Saint-Gobain GLASSOLUTIONS Flachglaswerk Radeburg produziert wurde – verfügt über eine effiziente Funktionsschicht, die im sogenannten Hochvakuum-Magnetronverfahren auf das Klarglas aufgebracht wird. SGG COOL-LITE SKN 165 II punktet mit sehr guten Eigenschaften – dazu gehört ein Lichttransmissionsgrad LT = 59 %, ein Gesamtenergiedurchlassgrad g = 33 % und ein Wärmedurchgangskoeffizient Ug = 1,0 W/m2K.

Neben überzeugenden technischen Daten transportiert die gläserne Gebäudehülle die Offenheit und die betonte Kundenorientierung des Unternehmens nach außen. Um das ruhige Fassadenbild zu unterstützen, wurde unnötiger Materialwechsel vermieden: Man entschied sich dafür, auch die geschlossenen Fassadenelemente aus Glas fertigen zu lassen: aus EMALIT – einem keramisch beschichteten, undurchsichtigen Glas. Die Tatsache, dass das Gütesiegel „Made in Germany“ zu den wichtigen Erfolgsfaktoren des schwäbischen Unternehmens Uhlmann Pac-Systeme GmbH & Co. KG gehört, beeinflusst viele seiner Entscheidungen. So wurde nicht nur an der Produktion am Standort Laupheim festgehalten, sondern auch für die Bauprozesse am neuen Firmengebäude entsprechende Vorgaben definiert: Den Zuschlag bekamen bevorzugt Unternehmen und Baustoffanbieter aus der Region.

 

Bild: © rohl fotografie/Saint-Gobain Glass

  

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