Definitionen

Gesamtenergiedurchlassgrad

Der g-Wert (in %) ist die Summe des direkt durchgelassenen Strahlungsflusses und der sekundären Wärmeabgabe der Verglasung nach innen: Die Scheiben, durch die Absorption der Sonnenstrahlen erwärmt, geben diese Wärme teilweise durch Wärmestrahlung und Konvektion nach innen ab. Der g-Wert wird gemäß DIN EN 410 ermittelt. g-Werte, die noch nach DIN 67507 gemessen wurden, können mit einem Zuschlag von 2 Prozentpunkten weiter als Bemessungswert verwendet werden.

b-Faktor

Der b-Faktor nach VDI-Richtlinie 2078 ist der mittlere Durchlassfaktor der Sonnenenergie, bezogen auf den Gesamtenergiedurchlassgrad eines unbeschichteten zweischeibigen Isolierglases. Dieser Faktor ist wesentlich zur Berechnung der notwendigen Kühllast eines Gebäudes.
b-Faktor = g/0,80. Hier gilt: je niedriger, desto effizienter
Hinweis:
Die Berechnung hat sich mit der Ausgabe 10/94 geändert. Davor war der Bezugspunkt eine Einfachscheibe, und es galt: b= g/0,87.

Lichttransmissionsgrad

Der Lichttransmissionsgrad wird nach DIN EN 410 für den Strahlungsbereich von 380 nm bis 780 nm ermittelt, bezogen auf die Normlichtart D 65 nach DIN 5033, Teil 7, und auf den Hellempfindlichkeitsgrad des menschlichen Auges (Vl). Hier gilt: je höher desto besser

Lichtreflexionsgrad

Der Lichtreflexionsgrad gibt an, wie viel Prozent des sichtbaren Lichtes im Wellenlängenbereich von ca. 380-780 nm an der Glasoberfläche reflektiert werden.

Farbwiedergabe-Index

Durch den allgemeinen Farbwiedergabe-Index Ra wird gekennzeichnet, welchen Einfluss die spektrale Transmission auf die Farberkennung von Gegenständen in einem Raum hat, der mit Sonnenschutzglas verglast ist. Die Ermittlung erfolgt nach der DIN 6169 und DIN EN 410 bei Berücksichtigung einer Bezugslichtart gleicher oder ähnlichster Farbtemperatur.

Selektivität

Die Selektivität gibt das Verhältnis von Lichttransmission – möglichst hoch – zu Gesamtenergiedurchlassgrad – möglichst niedrig – an.

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