Blick in die Zukunft: CSP-Jahrestagung in Prag

Am 19. und 20. Mai 2011 trafen sich die CLIMAplusSECURIT-Parter zur Jahrestagung in Prag. Im Zentrum der Workshops und Vorträge stand der Blick in die Zukunft: Wie entwickelt sich die Gesellschaft angesichts des radikalen demografischen Umbruchs in den nächsten Jahren? Was bedeutet dies für den Markt des Bauens und Wohnens? Wie werden sich mittelständische Unternehmen den veränderten Bedingungen im Jahr 2030 stellen müssen?

Traumhaftes Hochsommerwetter, hoch motivierte Partner und kühle Arbeitsräume im Hotel boten perfekte Rahmenbedingungen für einen weit reichenden Blick in die Zukunft des Bauens und Wohnens. Jürgen Peitz, Vorsitzender der Geschäftsführung von SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland, prognostizierte eine weiterhin positive Entwicklung im Wohn- und Nicht-Wohnbau für die nächsten zwei Jahre. Im Fokus ständen dabei, so Peitz, die 15 Mio. Gebäude, die älter als zwanzig Jahre sind und damit dringend einer Renovierung bedürften. Daneben würden attraktive Nischen wie der Innenausbau mit Glas oder Glas in Überlängen weiter überproportional wachsen.

Christophe Schulz warf anhand von ermittelten Megatrends einen weiten Blick in die Zukunft. Trotz sinkender Bevölkerung in Deutschland erwarten die Demoskopen einen Anstieg der Personenhaushalte, wenn im Jahr 2020 ein Drittel der deutschen Bevölkerung über 65 Jahre sein und davon ein Großteil alleine leben wird – mit klaren Konsequenzen für die Ausgestaltung von Wohnräumen. Größere Räume, breitere Türen und schwellenlose Durchgänge seien Dinge, die bereits heute jüngere Leute bei ihrer Zukunftsplanung beachteten – mit Blick auf die nächsten dreißig Jahre. Spätestens 2030, so Schulz, würden zudem Gebäudehüllen intelligente Fassaden sein, die neben den notwendigen Funktionen wie Energie sparen, Sonnenschutz oder Sicherheit selbst Energie produzieren und medial vielfältig nutzbar sein würden.

Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer der TNS emnid Medien- und Sozialforschung GmbH, brachte den Zuhörerinnen und Zuhörern zunächst „den Deutschen“ näher. Angst vor Armut, Vertrauensverlust gegenüber großen Konzernen und der Politik, ein Gefühl sozialer Ungerechtigkeit, Verlust der staatlichen Fürsorge und das Phänomen der Fragmentierung, der Vereinzelung in der Gesellschaft kennzeichnen heute die Gefühle „des“ Deutschen, gewonnen aus regelmäßigen repräsentativen Umfragen von emnid. War vor fünf Jahren noch Kompetenz ausschlaggebend für die Akzeptanz von Personen oder Unternehmen, so ist dies heute das Vertrauen. Gerade hier, so Schöppner, liege die Chance für mittelständische Unternehmen. Sie könnten sich – in klarer Abgrenzung zu Großunternehmen – als „ehrbare Kaufleute“ positionieren, mit einem gemeinsamen Grundanliegen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum Wohle beider, auf der Basis von gemeinsamen Werten, Fairness und Vertrauen.

Nach Vorträgen zu rechtlichen Aspekten, neuen Produkten und Marketingaktivitäten der CSP klang die Jahrestagung bei einer herrlichen Moldaufahrt und anschließendem Dinner im Traditionsrestaurant Žofin Garden auf einer der acht Moldauinseln Prags stimmungsvoll aus.

 

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