Corona-Schutzwand aus Glas mit SECURIT®

Dauerhaft und sicher desinfizieren

Als Schutz vor Tröpfcheninfektionen in Handel und Dienstleistung sind Abtrennungen aus Einscheibensicherheitsglas ESG den einfachen Kunststoffabdeckungen deutlich überlegen. Glas widersteht den hochwirksamen Desinfektionsmitteln auf Dauer und zeigt auch nach längerer Benutzung keine hygienisch bedenklichen Kratzer oder Risse in der Oberfläche.

Wegen der aktuellen Gefährdung durch das Coronavirus SARS-CoV-2 werden in vielen Ladengeschäften, aber auch bei Banken, Behörden und anderen Institutionen transparente Aufsteller oder Abtrennungen als Tröpfchenschutz eingebaut. Derzeit handelt es sich vor allem um schnell zu montierende, dabei aber mehr oder minder provisorische Abtrennungen aus Plexiglas. Dauerhafter, sicherer und nicht zuletzt auch ästhetischer kann der Gesundheitsschutz jedoch mit vorgespanntem ESG wie SECURIT® sichergestellt werden.

Wichtiges Argument ist dabei die Sicherheit der Mitarbeiter an Theken, Tresen oder Kassen: Nur Glas bietet die Gewähr einer wirksamen Desinfektion, wie die Fachzeitschrift „Journal of Hospital Infection“ in ihrer Ausgabe vom März 2020 ausdrücklich betont: „Transparente Kunststoffe wie Acrylglas halten der Behandlung mit den gegen Covid-19-Virus wirksamen Substanzen nicht stand. Durch die Desinfektion mit den für die Covid-19-Virus-Bekämpfung geeigneten Mitteln, 62 bis 71 % Ethanol und 0,1 % Natriumhypochlorit, werden diese Kunststoffe geschädigt.“

In der Folge entstehen feine Risse im Kunststoff, die nicht nur ein ästhetisches Problem darstellen, sondern auch die Einhaltung der hygienischen Mindeststandards verhindern. Glas hingegen kann problemlos und regelmäßig mit hochkonzentriertem Alkohol (Ethanol) sowie dem auch als Bleichmittel verwendeten Natriumhypochlorit gereinigt werden.

 

INTERVIEW MIT RALF VORNHOLT

Technische Marketing und Anwendungstechnik bei SAINT-GOBAIN, über die Vorteile von SECURIT® beim Schutz gegen Tröpfcheninfektionen in Coronazeiten.

 

Frage: Herr Vornholt, warum sind zum Schutz vor Infektionen Glasabtrennungen die bessere Wahl gegenüber Kunststoff?

Ralf Vornholt: Wir wussten natürlich schon vorher, dass unsere Glasoberflächen sehr widerstandsfähig gegenüber den gängigen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sind. Aber die Eindeutigkeit der Aussagen im Journal of Hospital Infection hat auch uns beeindruckt. Man braucht zur Desinfektion gegen dieses neuartige Virus eben sehr wirksame Mittel wie hochkonzentrierten Alkohol und Natriumhypochlorit – mit denen Kunststoffoberflächen aber auf längere Sicht nicht klarkommen. Glas können Sie hingegen beliebig oft damit desinfizieren, ohne dass ein hygienischer oder auch ein optischer Nachteil entsteht.

Frage: Die Nutzer könnten bei der Verwendung von Glas jedoch eine höhere Bruch- und Verletzungsgefahr befürchten.

Ralf Vornholt: Genau aus diesem Grund empfehlen wir unser bewährtes SECURIT®, das zum Beispiel auch als Seitenscheibe im Auto oder Glastüren, Eingangsanlagen etc. eingesetzt werden kann. Selbst wenn es zu einer mechanischen Beschädigung kommen sollte, zerfällt SECURIT® als thermisch vorgespanntes Einscheiben-Sicherheitsglas in stumpfkantige Krümel, die Verletzungsrisiken minimieren. Es gilt darum nach den berufsgenossenschaftlichen Regeln, z.B. ASR 1.7, als Werkstoff mit sicherem Bruchverhalten.

Frage: Wie könnte ein Tröpfchenschutz für Kassen, Theken oder Tresen aus SECURIT® aussehen?

Ralf Vornholt: Da gibt es viele Möglichkeiten, die sich nach dem Schutzbedarf und der baulichen Situation richten müssen. Von der einfach an den Tresen geschraubten Schutzscheibe bis zur kompletten Glaswand hinauf zur Decke steht der ganze Gestaltungsspielraum des Glasbaus zur Verfügung. Mit einer großen Auswahl an Beschlägen und Profilen sowie der Möglichkeit von Glasausschnitten für Durchreichen etwa an Kassen lassen sich passgenaue und optisch überzeugende Lösungen für alle Anforderungen in Handel und Dienstleistung umsetzen. Und um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Neben der hygienischen Sicherheit ist Glas auch wegen des ästhetischen Vorteils die bessere Wahl beim Tröpfchenschutz.

Glasverarbeiter, die derzeit Anfragen nach einem Tröpfchenschutz für Informationstresen und Verkaufseinrichtungen erhalten, sollten ihre Kunden auf diese Reinigungsproblematik, aber auch auf die Frage der Dauerhaftigkeit hinweisen. Denn die Schutzmaßnahmen werden voraussichtlich für eine längere Zeit benötigt, ehe flächendeckend Impfstoffe und Behandlungsmittel gegen Corona zur Verfügung stehen. Der Bedientresen oder Kundenempfang etwa in einer Bank oder einem Autohaus, aber auch die Supermarktkasse oder die Friseurtheke sollten darum statt Provisorien eine hygienisch sichere und ästhetisch anspruchsvolle Langzeit-Lösung mit SECURIT® erhalten.

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Fotos: © Glas Wulfmeier Bielefeld, © SAINT-GOBAIN Glass, © SAINT-GOBAIN Glass/Fotograf: Olaf Rohl