15. Februar 2022

Alarmgläser verhindern Einbrüche

SECURIT Alarm – Alarmsystem mit eingebrannter Leiterschleife

Zwar nimmt seit Corona die Zahl der Einbrüche wieder ab, aber noch immer ist Einbruchschutz mittels Mehrscheiben-Isoliergläsern mit Einscheibensicherheitsglas SECURIT-Alarm sowohl bei Neubauten als auch Sanierungen im Bestand ein wichtiges Thema. SECURIT ALARM ist eine SECURIT®-Scheibe mit einer elektrischen Leiterschleife, die ins Glas eingebrannt und mit einer Einbruchmeldeanlage verbunden wird. Zerspringt diese Scheibe, z. B. durch Gewalteinwirkung, wird die Leiterschleife unterbrochen und löst damit einen Alarm aus.

Ausschnitt eines voll erleuchteten großen Bungalows mit einer Art Innenhof mit Teich, in dem einige Pflanzen wachsen.
×

Gerade in Gebäuden mit hohem Glasanteil schützen eingebrannte Alarmschleifen in Mehrscheiben-Isoliergläsern und als Einfachverglasungen in Verbund-Sicherheitsglas vor Einbrüchen. © Quelle: Foto: Nicola Zimmermann Fotodesign / ©Saint-Gobain Glass

SECURIT Alarm kann für Mehrscheiben-Isolierglas CLIMAPLUS, CLIMATOP und als Einfachverglasungen Verbund-Sicherheitsglas STADIP PROTECT eingesetzt werden. Die Alarmschleife ist immer geschützt im Scheibenzwischenraum oder VSG-Verbund. Der Typ SECURIT ALARM mit Randanschluss ASR V wird in der Eckposition parallel zur Glaskante aufgebracht, ist unsichtbar im Randverbund integriert und für die Kombination mit CLIMAPLUS oder CLIMATOP Mehrscheiben-Isolierglas oder STADIP PROTECT geeignet. SECURIT Alarm kann zusätzlich mit einem sichtbaren Dummy versehen werden. Auch Modellscheiben sind möglich.

Einsatzgebiete

Entgegen landläufiger Meinung kommen die Diebe meistens tagsüber und suchen innerhalb weniger Minuten nach verwertbarem Material oder Bargeld. Werden sie gestört, ergreifen sie in den meisten Fällen die Flucht, so auch dann, wenn sie nach ausgelöstem Alarm zu lange brauchen, um durch das Glas zu kommen oder den Rahmen auszuhebeln. Bei privaten Bauherren scheint es bei dieser Frage noch Beratungsbedarf zu geben. Im Bereich der Hochsicherheitsgläser sind die Bauherren dagegen schon eher sensibilisiert: Diese ordern häufig die Alarmschleife als Ergänzung zu einbruchhemmenden Gläsern der Widerstandsklasse P4A-P5A bzw. P6B-P8B und für Wohnhäuser mit hohem Gefährdungspotenzial werden diese in Kombination mit beschusshemmenden Varianten der Klasse Bullet Resistance (Widerstandsklasse) in S oder NS (splitternd oder nicht splitternd) ausgeführt – sozusagen als dreifaches Sicherheitspaket: Durchbruch, Beschuss und Alarm. Wieviel und welche Sicherheit jeder im Einzelfall benötigt, sollte zwischen PlanerIn und den jeweiligen Fachleuten abgestimmt werden.

Hinweise für den Einbau

Der Rahmenfalz muss ausreichend belüftet und entwässert sein, damit kein Feuchtigkeitsstau entsteht, der zu einem Kurzschluss und damit zu einem Fehlalarm führen kann. Wenn möglich sollte die Alarmschleife immer oben verbaut werden und sie sollte sich nicht auf der Standkante befinden. Der Rahmeneinstand an der Glasseite, an der die Schleife eingebrannt wurde, muss ca. 5 mm tiefer sein als der übliche Rahmeneinstand im Fensterprofil. Das Kabel sollte sauber im Falzgrund verlegt und darf weder durch Klotzung noch durch sonstigen mechanischen Einfluss beschädigt, gequetscht, gezwängt oder geknickt werden. Der Verarbeiter sollte dementsprechend nicht an der Stelle des Kabelaustritts verklotzen. Das Kabel ist im Randverbund mit einer Zugentlastungsschlaufe eingelassen, sollte aber trotzdem mit ausreichend Spielraum verlegt werden. Hier gibt es entsprechendes Zubehör wie unterschiedlich lange Verlängerungskabel.

SECURIT ALARM besteht grundsätzlich aus einem ESG SECURIT – dieses kann im Vergleich zu Floatglas höhere Anpralllasten aufnehmen und hat eine höhere Temperaturwechselbeständigkeit. Zudem erhöht sich der Sicherheitsaspekt. Da das Alarmglas vor einem Angriff von außen schützen soll, versteht es sich von selbst, dass die Alarmschleife bei Isolierglas oder Verbundglas aufbauabhängig soweit wie möglich zur Angriffsseite befindet, auf jeden Fall vor Manipulation geschützt. Das gilt auch für Monoscheiben, die zum Beispiel Wertgegenstände in Vitrinen vor Diebstahl schützen sollen.

Jedes Verglasungselement besteht aus der eigentlichen Verglasung mit der Alarmschleife und einem ca. 30 cm langem Anschlusskabel mit einem Flachstecker; dieses ist mit dem dafür konfektionierten Verlängerungskabel mit passender Flachstecker-Buchse zu verbinden und die Verbindung zur Einbruchmeldeanlage herzustellen. Die Anschlusskabel werden zur Vermeidung von Beschädigungen mit Klebeband an der Glasscheibe befestigt. Auftragsbezogen kann das Anschlusskabel auch länger als 30 cm angefertigt werden, allerdings handelt es sich hierbei um Sonderanfertigung. Kabelverlängerungen sind in 1,5 m, 5 m und 10 m verfügbar. Weitere Längen gibt es auf Anfrage.

Zu beachtende Richtlinien

Für den Einbau von Verglasungen mit SECURIT ALARM sind die allgemeinen Verglasungsrichtlinien von Saint-Gobain Glass und die Richtlinie zur Installation elektrischer Anlagen VDE 0833 und DIN 57833 sowie die des VdS (VdS 2311 Richtlinien für Einbruchmeldeanlage – Planung und Einbau, VdS 2270 Richtlinien für Einbruchmeldeanlagen – Alarmgläser Teil 1 – Anforderungen sowie VdS 2317 Richtlinien für Einbruchmeldeanlagen – Alarmgläser Teil 2 – Prüfungen) maßgebend.

Nur eine entsprechende Fachfirma sollte SECURIT ALARM an die Einbruchmeldeanlage bzw. die Haustechnik des Gebäudes anschließen. Es handelt sich bei diesem Produkt um ein VdS-geprüftes Einbruchmeldesystem der Klasse C.

SECURIT ALARM ist bei den CLIMAplusSECURIT-Partnern erhältlich.