16. Januar 2020

Lufthansa Aviation Center in Frankfurt/Main

Geschützt durch Doppelfassaden und verglaste Gartenhöfe

Bei dem an einem stark lärm- und abgasbelasteten Standort gelegenen Lufthansa Aviation Centers schützt eine gläsernen Hülle die 1.800 Beschäftigten vor den Emissionen. Die Büros werden entweder durch Doppelfassaden an den Schmalseiten oder große verglaste Gartenhöfe abgeschirmt.

Atrium des Lufthansa Aviation Centers
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© Lufthansa Aviation Center, Frankfurt am Main, Architekt: ingenhoven architects, Düsseldorf, Fotograf: H.G. Esch Photography, Hennef

Am Frankfurter Flughafen befindet sich seit 2006 das „Aviation Center“ der Lufthansa. Das Gebäude liegt an einem der am besten erschlossenen (Verkehrs-)Standorte Europas, zwischen Großflughafen, Autobahn und ICE-Strecke und ist entsprechend stark abgas- und lärmbelastet. Um hier dennoch ein Gebäude zu errichten, das eine gute Arbeits- und Aufenthaltsatmosphäre bietet, entwarf der Architekt Christoph Ingenhoven ein funktional und formal beeindruckendes sowie ökonomisch und ökologisch überzeugendes Bürogebäude. Der langgestreckte Bau mit seiner gläsernen Hülle hat trotz seines enormen Volumens durch die Bogenreihe der Schalendächer etwas Beschwingtes und erinnert an den Typus der benachbarten Flugzeughangare. Die Büros für die 1.800 Beschäftigten sind in zehn „Fingern“ untergebracht, die entweder durch Doppelfassaden an den Schmalseiten oder große verglaste Gartenhöfe zwischen den Flügeln von der verkehrsumtosten Umwelt abgeschirmt werden. Als zentrale Ader verknüpft eine Passage alle vertikalen und horizontalen Wege im Haus und erlaubt so eine kommunikative Infrastruktur. Entlang dieser Passage sind die Büroflügel wie Häuser an einer Straße aufgereiht. Alle Büros orientieren sich zu einem der Atrien und können so natürlich be- und entlüftet werden. Die Bepflanzungen der Gärten sind den verschiedenen Kontinenten der Welt entlehnt, die die Lufthansa anfliegt. Sie dienen als Kälte-, Wärme- und Lärmpuffer