15. Januar 2020

Transparenter Schallschutz

Glastrennwände für mehr Ruhe, Hygiene und Ästhetik

Die Zahnarztpraxis Michalides & Lang in Bremen überrascht mit einem ganz auf den Werkstoff Glas fokussierten Ambiente. Die Ganzglastrennwände mit Schallschutzgläsern schaffen eine offene Atmosphäre für Patienten, Ärzte und Praxis-Mitarbeiter.

Ganzglastrennwände in der Zahnarztpraxis Michalides
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© seventysix-photography.com

Die Zahnärzte Emanuela und Milan Michalides ließen gemeinsam mit dem Architekten Dennis Bostelmann eine ehemalige Gaststätte im Bremer Stadtteil Brinkum-Stuhr zu einer modernen Dentalklinik umbauen. Rund 15 Monate nahm es in Anspruch, das großzügige Gebäude mit über 1.500 Quadratmetern Nutzfläche den Anforderungen an eine Praxis mit zahnärztlicher Rundumversorgung anzupassen.

Heute stehen zwölf zahnmedizinische Behandlungszimmer, sowie eine Vielzahl weiterer Räume für Kieferchirurgie und Aufwachen zur Verfügung. Genutzt wird das Angebot unter anderem von prominenten Patienten: Emanuela und Milan Michalides betreuen die Fußballprofis des Bundesligisten Werder Bremen.

In die neue Klinik sind auch eine Fachabteilung für Schönheitschirurgie mit eigenem OP, ein Kosmetikstudio, ein Nagelstudio, die Physiotherapie und ein Zahnlabor integriert. Das  angrenzende Café verkürzt den Angehörigen der Patienten die Wartezeit. Zudem befindet sich im Nebengebäude ein Appartement für prominente Patienten, die eine weite Anreise haben und hier übernachten wollen.

Der Bauherrschaft war es wichtig, eine Innenarchitektur mit großzügigem, offenen Charakter zu erhalten. So variieren die Raumgrößen zwischen 20 und 60 Quadratmetern. Der Bodenbelag ist durchgängig aus Epoxidharz gegossen und die Abtrennungen aller Bereiche – auch der Behandlungszimmer – bestehen komplett aus Glas. Trennwände und Ganzglastüren mit Schallschutzfunktion sorgen dafür, dass die Behandlungen in Ruhe durchgeführt werden können und zugleich die geschaffene räumliche Weite erhalten bleibt.

Anspruchsvolle Wandmontage

Die Glasverarbeitungsgesellschaft Bremen, ein Standort der SAINT-GOBAIN GLASSOLUTIONS, fertigte insgesamt rund 100 m² Verbund-Sicherheitsgläser (VSG) STADIP SILENCE SI 66.1 in unterschiedlichen Größen, sowie fünfzehn Türen als VSG SI 66.2 aus Einscheiben-Sicherheitsglas und lieferte alles an den Verarbeiter Thom Glasbau GmbH aus Altmoorhausen. „Wir haben für die Montage der Glaselemente unser eigenes Verfahren entwickelt“, erklärt Firmeninhaber Hans-Dieter Thom. „Denn um die geforderten Schallschutzwerte auch tatsächlich konstruktiv zu erreichen, ist ein äußerst genaues Arbeiten notwendig. An die ausführenden Fachhandwerker werden dabei höchste Qualitätsanforderungen gestellt.“

Folierungen als Sichtschutz

Um sowohl die gestalterischen Ansprüche von Architekt und Bauherrn als auch die Anforderungen an den Schallschutz zu erfüllen, befestigten die Monteure filigrane Aluminiumprofile auf dem Boden und unter der Decke. Die bis zu 200 Kilogramm schweren Trennwände wurden dann mit Hebewerkzeugen in die Profile eingestellt und verklebt. Die seitlichen Anschlüsse der bis zu 2.000 mm breiten und 3.300 mm hohen Glas-Elemente erfolgten über teilweise sehr schmale Aluminiumprofile mit 20 mm Ansicht oder durch direkte Verklebung. Auch die Glastüren sind mit Aluminiumzargen eingefasst. Die Oberflächen wurden teilweise mit transluzenten oder farbigen Folierungen versehen, um Sichtschutz bei den Behandlungen zu gewährleisten.

Schalldämmmaß von 39 db

Alle Gläser zeichnet ein Schalldämmmaß von 39 db aus. Ihre dauerhafte Verbindung über geklebte Anschlüsse hat mehrere Vorteile zugleich: Neben dem Einhalten der notwendigen Schallschutzwerte entspricht die Verklebung auch den geforderten hygienische Bestimmungen, da sich Türen, Glaswände und Aluminiumrahmen einfach reinigen lassen.