9. Juni 2021

Ganzjährig gutes Klima mit der passenden Verglasung

Sonnenschutz im Wintergarten

In den Übergangsjahreszeiten verlängern solare Wärmegewinne durch die Verglasung die Saison im Wintergarten. Im Hochsommer kann starke Sonneneinstrahlung aber auch schnell zu einer unangenehmen Überhitzung führen. Wie es gelingen kann, in Wintergärten das ganze Jahr über optimalen Klimakomfort zu erreichen, und welche Rolle Sonnenschutzglas dabei spielt, erläutern wir im folgenden Beitrag.

Eine junge Frau sitzt an einem großen Esstisch in einem offen, an den Wohnraum anschließenden vollverglasten Wintergarten, in dem drei große Topfpflanzen stehen, und liest in einer auf dem Tisch liegenden Zeitschrift.
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© Josefine Unterhauser

Wohnraum in der Natur, Pflanzenparadies, Klimapuffer: Im Wintergarten kann man das ganze Jahr gut geschützt die Nähe zur Natur genießen. Um den Aufenthalt im Glashaus zu einem ungetrübten Vergnügen zu machen, sind bei der Planung jedoch wichtige Aspekte hinsichtlich der Verglasung zu beachten. Dazu zählen insbesondere Aspekte wie Sicherheit, Klimatisierung und Komfort. Die Kunst besteht also darin, einen gläsernen Anbau zu errichten, der sowohl den Wünschen der Bauherren als auch allen konstruktiven und energetischen Anforderungen entspricht. Soll der Wintergarten ganzjährig zum Wohnen genutzt werden, muss er einerseits in kühleren Witterungsphasen auf eine Behaglichkeitstemperatur von 19° C aufheizbar sein. In der wärmeren Jahreszeit steht dagegen eher der Schutz vor unerwünschter Überhitzung im Vordergrund. Dies ist für die Konstruktion von Wintergärten eine wirkliche Herausforderung. Denn: Ein nach Süden ausgerichteter Wintergarten kann ohne geeignete Maßnahmen zur Verschattung und Belüftung schnell in Temperaturregionen von bis zu 70 °C kommen. Verfügt der an den Wintergarten angrenzende Wohnraum über kein zusätzliches Fenster, um für angemessene Belüftung zu sorgen, stellt sich die Situation besonders kritisch dar. Bei der Planung sollten daher die Gesamtsituation analysiert und folgende Aspekte betrachtet werden: Wie ist der künftige Wintergarten zu den Himmelsrichtungen orientiert, liegt er sehr frei oder ist er zu bestimmten Zeiten verschattet? Auch die Bauweise hat Einfluss, etwa weil steile Dächer eine stärkere Einstrahlung zur Folge haben als flach geneigte. Aus dieser Beurteilung lassen sich genau auf das jeweilige Projekt abgestimmte Verglasungslösungen entwickeln. So kann es zum Beispiel sinnvoll sein, für die Seitenwände ein Glas mit hohen Wärmegewinnen zu verwenden, um die flache Sonneneinstrahlung im Frühjahr und Herbst optimal auszunutzen. Gegen die hochstehende Sonne im Sommer bieten sich in den Dachflächen hingegen Sonnenschutzgläser an, die der Erwärmung entgegenwirken.

Optimale Dreierkombination

Als besonders effektiv hat sich die Kombination verschiedener Maßnahmen erwiesen: So kann die Aufheizung des Innenraumes durch direkte Sonneneinstrahlung und diffuse Einstrahlung durch hocheffiziente Sonnenschutzgläser, geeignete Verschattung und angemessene und geregelte Belüftung begrenzt werden. Generell gilt: Mit einer ausgeprägten Sonnenschutzverglasung können Innenraumtemperaturen dauerhaft gesenkt und Überschreitungen der thermischen Behaglichkeitsgrenze von 27 ° C im Raum um 60 % reduziert werden. Oder mit einfachen Worten: Wenn es bei der Verwendung von Standard-Isolierglas an zehn Tagen zu Temperaturen oberhalb 27 ° C kommt, so ist es mit einem effizienten Sonnenschutzglas nur an vier Tagen zu heiß in der Wohnung, im Büro oder im Wintergarten. Sehr guten Schutz bietet beispielsweise das Sonnenschutzglas COOL-LITE XTREME, das eine sehr hohe Lichtdurchlässigkeit mit einem äußerst niedrigen Energiedurchlass verbindet. Im Vergleich zu Wärmedämmglas wird so die Aufheizung um bis zu fünf Grad Celsius gemindert. Für den Wintergarten empfehlen sich zusätzlich entweder eine außenliegende Verschattung oder im Scheibenzwischenraum integrierte Systeme wie Jalousien oder Screens. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Be- und Entlüftung des Wintergartens, um ein angenehmes Raumklima zu gewährleisten. Ein Beispiel: Ist ein Wintergarten mit einer leistungsfähigen Außenbeschattung versehen, muss die Raumluft immerhin noch zusätzlich zehn Mal pro Stunde gewechselt werden, um unangenehme Stauluft zu vermeiden. Bei einer Innenbeschattung wird von einem zwanzigfachen Luftwechsel ausgegangen. Um dieses Wechselspiel optimal zu regeln, ist eine elektronische Wintergartensteuerung und -regelung zusätzlich zu den bereits erwähnten Maßnahmen empfehlenswert. Bei optimalem Einsatz aller technischen Möglichkeiten, also der hocheffizienten Verglasung, der Belüftung, der Beschattung und der Steuerung dieser Komponenten sowie entsprechendem Nutzerverhalten kann die sommerliche Aufheizung im Wintergarten soweit begrenzt werden, dass der Aufenthalt auch in der warmen Jahreszeit zu einem gut temperierten Vergnügen wird.

Inside

Noch mehr Komfort mit den passenden Gläsern

  • Jalousien im Scheibenzwischenraum von Isoliergläsern bieten nicht nur komfortable Verschattungsmöglichkeiten, sondern ermöglichen auch eine individuelle Lichtlenkung.
  • Dass es nur farbige oder dunkle Sonnenschutzgläser gibt, ist ein hartnäckiges Vorurteil. Moderne Sonnenschutzgläser sind genauso transparent und neutral wie klassische Gläser.
  • Einscheiben-Sicherheitsglas wie SECURIT sorgt für Absturzsicherung und in Kombination mit Alarmspinne auch für Einbruchschutz. Das Verbund-Sicherheitsglas STADIP kombiniert durch die Folie zwischen den Scheiben zusätzlich Splitterbindung und UV-Licht-Reduktion