WASSER UND GLAS

Die Illusion von fließendem und herabstürzendem Wasser bildet das außergewöhnliche Entree des Microsoft-Campus in Dublin. Ein digitaler See mit digitalem Wasserfall, bestehend aus tausenden LEDs, verleiht dem großzügigen Atrium einen futuristischen Touch. Als Projektionsfläche dienen speziell angepasste Glasplatten.

Im Dubliner Vorort Leopardstown hat Microsoft seinen neuen, 34.000 m² großen Campus errichtet. Von hier aus arbeiten verschiedene Teams des Technologie-Unternehmens, und auch das erste Rechenzentrum außerhalb der USA hat dort seinen Sitz. Im Eingangsbereich des Neubaus, der in Form eines Sterns angelegt ist, begrüßt das Unternehmen seine über 2.000 Mitarbeiter sowie Besucher mit einem See und einem Wasserfall – beide in digitaler Form aus Glas.

Für die Bodengestaltung entwickelte das Unternehmen ASB GlassFloor eine besondere Konstruktion aus LED-Gittern statt der üblicherweise unter dem LumiFlex-Boden verbauten LED-Monitore, um sich so der Harmonie der Mosaikgestaltung des Bodens im Atrium anzupassen. Die Gitter haben mit 25 mm einen wesentlich größeren Pixelabstand als die üblichen 8,9 oder 6,3 mm, was aber für die visuellen Effekte und die farbliche Gestaltung des digitalen Sees ideal ist. Diese Konstruktion sorgt für eine homogene Oberfläche, passt sich der Architektur des Gebäudes an und verleiht ihr gleichzeitig einen futuristischen Touch. Die gesamte Bodenfläche von 80 m² aus patentiertem Glas wurde mit LED-Video-Elementen ausgestattet, bei der die Reflexion auf ein Minimum beschränkt ist. Für die homogene Innenausstattung des Gebäudes arbeitete ASB GlassFloor mit den zuständigen Architekten von RKD Architects und den Lichtexperten von ARUP zusammen.

Die Glaselemente des Sees wiegen vier Tonnen, der See wird gebildet aus 64 Scheiben (80 m2) Sports Floor. Das Glas des digitalen Wasserfalls wiegt 2,5 Tonnen und besteht aus 18 Scheiben – das entspricht 60 m² – STADIP in Scheibengrößen von ca. 2.500 x 1.750 mm. Durch den Einsatz von LED- und Glas-Elementen erweckt der Wasserfall den Eindruck, als stürze er über vier Stockwerke in den digitalen See. „Für den Wasserfall haben wir eine echte Cutting-Edge-Leistung erbracht: Ein besonderes Laserverfahren in Zusammenarbeit mit der Firma isophon Glas sorgt dafür, dass das Glas kaum reflektiert und die Glasfläche als eine transparente Balustrade mit einer Höhe von 440 Zentimetern genutzt werden kann. Das ist die erste Lösung dieser Art weltweit“, so Christof Babinsky.

Impressionen vom digitalen Wasserfall und See sehen Sie im Video hier

Foto: © ASB GlassFloor

  

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